Dienstag, 17. Mai 2016

Carl Peters der Schlächter von Deutsch-Ostafrika Spielfilm


Carl Peters der Schlächter von Deutsch-Ostafrika Spielfilm

Video-Spielfilm: https://youtu.be/Ngh2ahtLXdg

Carl Peters (Vorname auch: Karl;[1] * 27. September 1856 in Neuhaus/Elbe, Königreich Hannover; † 10. September 1918 in Bad Harzburg, Herzogtum Braunschweig, Deutsches Reich)[2] war ein deutscher Politiker, Publizist, Kolonialist und Afrikaforscher mit stark ausgeprägter rassistischer Einstellung. Er gilt als Begründer der Kolonie Deutsch-Ostafrika.

 

 

Carl Peters wurde als achtes von elf Kindern des evangelischen Pastors Johann Peters und dessen Ehefrau Elisabeth geb. Engel geboren. Er besuchte die Gymnasien Johanneum Lüneburg sowie Ilfeld und galt als intelligent wie auch sportlich. Nach bestandener Reifeprüfung 1876 studierte er an den Universitäten Göttingen, Tübingen und Berlin, u. a. bei den Historikern Carl Heinrich Weizsäcker, Bernhard von Kugler, Georg Waitz, Theodor Mommsen, Gustav Droysen, Heinrich von Treitschke und Karl Wilhelm Nitzsch sowie dem Geographen Heinrich Kiepert, und verdiente sich ein Zubrot mit journalistischen Beiträgen. Während seines Studiums wurde er 1879 Mitglied der Burschenschaft Primislavia Berlin. Peters gewann 1878 die „Goldene Ehrenmedaille für Kunst und Wissenschaft“ und promovierte 1879 zum Doktor der Philosophie mit der Arbeit Untersuchungen zum Frieden von Venedig. Eine anschließende Referendarstelle als Gymnasiallehrer für Geographie und Geschichte kam für ihn trotz seines bestandenen Oberlehrerexamens (1880) nicht in Frage.

Begegnung mit dem Britischen Empire

Carl Peters, 1882

 

1881 zog Peters nach London zu seinem vermögenden und in der englischen Hauptstadt angesehenen Onkel Karl Engel (1818–1882), einem Komponisten, Pianisten sowie Musikschriftsteller, und führte das Leben eines englischen Gentleman. In diesen Jahren beschäftigte sich Carl Peters intensiv mit der Philosophie seines Lieblingsphilosophen Arthur Schopenhauer und hielt sich zu diesem Zweck in Eastbourne, Boulogne-sur-Mer, Paris und Tunbridge Wells auf. Nach der Rückkehr nach Deutschland waren die Laufbahnen eines Dozenten für Philosophie und die eines Parlamentariers geplant. 1882 erschien sein von Schopenhauer inspiriertes, wenig erfolgreiches Buch Willenswelt und Weltwille.

 

Das Anerbieten seines Onkels, sich als Engländer naturalisieren zu lassen und dadurch in den Genuss zahlreicher Privilegien zu gelangen, wies er als Preußenfreund von sich. Nach dem Selbstmord von Karl Engel – Peters hielt sich zu diesem Zeitpunkt bereits wieder in Deutschland auf – erbte er dessen Vermögen und verkaufte einen großen Teil des Besitzes. In diesen Jahren kam er nach eigenen Angaben erstmals mit dem britischen Kolonialismus und der britischen Weltmachtpolitik in Berührung, die von nun an sein Weltbild beeinflussten. In Deutschland war gleichzeitig eine frühe Kolonialbewegung durch Wilhelm Hübbe-Schleiden, Robert Jannasch und Friedrich Fabri entstanden, die Peters mit großer Anteilnahme verfolgte. Peters veröffentlichte als Korrespondent in mehreren deutschen Zeitungen Beiträge über das öffentliche Leben und die ökonomischen Verhältnisse in Großbritannien, wobei ihm die britische Kolonialpolitik als eine der Quellen des Wohlstandes und der Unabhängigkeit fortwährend ins Auge stach. Die Engländer, so kritisierte er, verfügten über ein größeres Selbstbewusstsein und einen stärkeren Nationalstolz als die Deutschen (Das Deutschtum in London, 1883).

 

Nach der Rückkehr aus der britischen Hauptstadt ließ Peters sich in dem von ihm zunächst ungeliebten Berlin nieder, gründete gemeinsam mit Felix von Behr-Bandelin im März 1884 die „Gesellschaft für Deutsche Kolonisation“ (GfdK), übersiedelte zwischendurch nach Hannover und habilitierte im Sommer an der Universität Leipzig bei Wilhelm Wundt in Philosophie (Thema: Inwieweit ist Metaphysik als Wissenschaft möglich?). Noch vor seiner ersten Probevorlesung befand er sich bereits auf dem Weg nach Afrika. Von der GfdK hatte er zusammen mit Karl Ludwig Jühlke und Joachim Graf von Pfeil den Auftrag erhalten, Gebiete in Ostafrika zu erwerben, und dabei Schützenhilfe von dem Chefredakteur der Täglichen Rundschau, Friedrich Lange erhalten. Seinen ursprünglichen Plan, im Mashonaland (heute in Simbabwe) Land zu erwerben, um Gold zu schürfen, gab Peters auf, da das Gebiet sich im Bereich der britischen Interessenssphäre befand. Auf Anregung von Pfeil kamen sie stattdessen im November 1884 in Sansibar an. Die Reichsregierung hatte abgelehnt, die Expedition unter den Schutz des Reiches zu stellen, was Peters bei seiner Ankunft in Sansibar vom deutschen Konsul deutlich zu spüren bekam.[4]

 

Auf dem Festland gegenüber der Insel Sansibar begann er dann, „Schutzverträge“ abzuschließen. Das Ziel seiner Reise war die Region Usagara, mit dessen Herrscher Muini-Sagara am 4. Dezember 1884 ein Vertrag geschlossen wurde.[5] Auf dem Hinweg wurden in der Küstenlandschaft Useguha und auf dem Rückweg in den Regionen Nguru und Ukami ebenfalls Verträge abgeschlossen.[6] Die Vertragsabschlüsse bestanden darin, dass Peters örtliche Häuptlinge aufsuchte und ihnen – oft nach reichlichem Alkoholgenuss – deutschsprachige Schriftstücke vorlegte, auf die sie dann Kreuze als Unterschrift zeichneten. Darin wurde ihnen Schutz vor Feinden zugesagt, umgekehrt wurden die Rechte der Kolonisationsgesellschaft so beschrieben, dass sie das alleinige und uneingeschränkte Recht, Zölle und Steuern zu erheben hätten, eine Justiz und Verwaltung einzurichten, bewaffnete Truppen ins Land zu bringen und Siedlern, die „Berge, Flüsse, Seen und Forsten“ zur beliebigen Nutzung zu überlassen. Eine Prüfung, ob die afrikanischen Vertragspartner verstanden, was sie vorgelegt bekamen, oder ob sie überhaupt eine Vollmacht hatten, über die angesprochenen Befugnisse zu verfügen, wurde nicht vorgenommen.

 

Peters wollte dann Schutzbriefe des Reiches für die „erworbenen“ Gebiete. Reichskanzler Bismarck äußerte sich abschätzig über das, was Peters nach seiner Rückkehr der Reichsregierung vorlegte: „ein Stück Papier mit Neger-Kreuzen drunter“. Peters drohte damit, dass auch König Leopold von Belgien, der nach der Kongokonferenz gerade sein Reich in Zentralafrika ausbaute, auch an Ostafrika Interesse hätte [7]. Bismarck lenkte ein, auch aus innenpolitischer Rücksicht gegenüber seinen nationalliberalen Verbündeten im Reichstag, und ließ, nach Vorbild britischer Charters, der neu gegründeten Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft (DOAG) einen kaiserlichen Schutzbrief über die Landschaften Usagara, Nguru, Useguha und Ukami ausstellen.[8] Damit hatte Peters in „Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft“ umbenannte Kolonialvereinigung den nötigen Rückhalt zur weiteren Ausdehnung.

 

1887 erreichte er ein Abkommen mit dem Sultan von Sansibar, das den sansibarischen Küstenstreifen von Umba bis zum Rovuma der Verwaltung der Gesellschaft unterstellte. 1889/90 befand sich Peters zusammen mit Adolf von Tiedemann auf einer Expedition, die er deutsche Emin-Pascha-Expedition nannte und die ihn durch Kenia bis nach Uganda führte.[9][10] Das Ziel war die Einbeziehung von Uganda sowie der ehemals ägyptischen Äquatoria-Provinz in das deutsche Kolonialreich. König Mwanga II. von Buganda konnte durch Peters zu einem Freundschafts- und Wirtschaftsabkommen bewogen werden, dem sogenannten Uganda-Vertrag. Durch den Abschluss des Helgoland-Sansibar-Vertrags wurden seine diesbezüglichen Bestrebungen jedoch zunichtegemacht. Aus Protest gegen dieses, von ihm als Verzicht empfundenen Abkommen engagierte sich Peters von nun an für den Alldeutschen Verband, der auf seine Initiative hin gegründet wurde.

Reichskommissar am Kilimandscharo

 

Der Versuch, Ostafrika durch die private „Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft“ zu beherrschen, brach im Aufstand der ostafrikanischen Küstenbevölkerung 1888/89 zusammen. Das Deutsche Reich übernahm die unmittelbare Kontrolle. 1891 wurde Peters zum Reichskommissar für das Kilimandscharogebiet ernannt. Hier kümmerte er sich um die Festlegung der Grenze gegenüber dem britischen Ostafrika (Kenia). Sein brutales Vorgehen aus persönlichen Gründen gegen einen Aufstand der afrikanischen Bevölkerung kostete Peters sein Amt. Peters hatte sich afrikanische Mädchen als Geliebte gehalten. Als er entdeckte, dass seine Konkubine Jagodia ein Verhältnis mit seinem Diener hatte, ließ er beide öffentlich aufhängen.[11] Dies führte zu bewaffneter Gegenwehr der Tschagga, die über Monate niedergekämpft wurde.

Unehrenhafte Entlassung

 

Peters wurde 1892 nach Deutschland zurückbeordert, wo man ihn von 1893 bis 1895 im Kolonialministerium beschäftigte, während gegen ihn Ermittlungen durchgeführt wurden. In der Zeit war er der Mittelpunkt eines Streits im Reichstag und trat dort auch selbst auf. Der sozialistische Abgeordnete August Bebel griff die Kolonialpolitik des Reichs grundsätzlich wegen ihrer Unrechtmäßigkeit an und trieb Peters unter anderem mit Augenzeugenberichten eines britischen Missionars in die Enge.

 

Die Ermittlungen des kaiserlichen Disziplinargerichts endeten 1897 mit der unehrenhaften Entlassung aus dem Reichsdienst unter Verlust seines Titels und seiner Pensionsansprüche. Diese Verurteilung wurde 1937 durch willkürlichen Erlass von Adolf Hitler persönlich postum aufgehoben; bereits 1905 war ihm von Kaiser Wilhelm II. der Titel eines „Reichskommissars a.D.“ verliehen worden, ab 1914 erhielt er auch eine jährliche Pension.[12]

Unternehmungen in England und im südlichen Afrika

 

Peters wich dem Verfahren durch erneuten Umzug nach London aus und lebte von 1896 bis 1914 in England. Er gründete in London die Dr. Carl Peters Estates and Exploration Co., die spätere South East Africa Ltd., die den Goldbergbau in Südafrika betrieb. In mehreren Reisen erkundete er weitere Goldlagerstätten in Südrhodesien und Angola.

 

1899 führte er eine Forschungsreise an den Sambesi. Er wollte beweisen, dass das biblische Goldland Ophir in Südostafrika gelegen hatte. Aufgrund seiner rassistischen Einstellung konnte Peters sich nicht vorstellen, dass die Ruinen von Groß-Simbabwe sowie anderer alter Orte in Rhodesien, die er selbst aufspürte, afrikanischen Ursprungs waren, und suchte deshalb nach Baumeistern aus dem Nahen Osten, wobei die Phönizier eine zentrale Rolle spielten. In erster Linie ging es Peters darum, mit Hilfe seiner Theorie, Aktionäre für seine Kapitalgesellschaft zu gewinnen, die Land in Portugiesisch-Moçambique erwerben und dort nach Gold schürfen sollte. Seine Ophir-Theorie reicherte Peters mit heftigen Diffamierungen gegenüber den Schwarzafrikanern an und forderte die Einführung der allgemeinen Zwangsarbeit in den Kolonien.

Carl Peters Grab auf dem Stadtfriedhof Engesohde

 

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges kehrte Peters nach Deutschland zurück, wo er 1918 starb. Sein Grab befindet sich auf dem Stadtfriedhof Engesohde in Hannover.

Stimmen über Peters

 

Vertreter des Kolonialwesens feierten Peters als weitblickendes Genie, als tatkräftigen Helden, als um sein Vaterland hochverdienten Kolonialpolitiker. „Der ebenso geniale wie tatkräftige Carl Peters trat in schärfster Weise gegen jene weltfremde Kreise, die in der Kolonialfrage immer nur theoretisch herumreden, aber nie praktisch handeln wollten.“ Während des „Dritten Reichs“ wurde Peters als geistiger Vater des Nationalsozialismus „wiederentdeckt“ und in zahlreichen Büchern, auf einer Briefmarke sowie in dem gleichnamigen Spielfilm mit Hans Albers in der Titelrolle geehrt. In zahlreichen Städten wurden Straßen nach ihm benannt. Auch das Schnellbootbegleitschiff der Kriegsmarine Carl Peters trug seinen Namen. Hitler hob die Verurteilung des Jahres 1897 postum wieder auf. Die „Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums“ lobte 1938, dass Peters „den Gedankengängen des Dritten Reiches bereits vor fünfzig Jahren“ nahestand.

 

Sein zeitweiliger Mitarbeiter Oscar Baumann schrieb 1892: „Übrigens ist Peters halb verrückt. Alles um ihn herum geht krumm vor Hieben. 100 bis 150 sind an der Tagesordnung. Es ist kaum zu glauben, welche Angst die Leute vor Peters und seinen Leuten haben“.

 

Das sozialdemokratische Zentralorgan Vorwärts nannte Peters einen „grimmigen Arier, der alle Juden vertilgen will und in Ermangelung von Juden drüben in Afrika Neger totschießt wie Spatzen und zum Vergnügen Negermädchen aufhängt, nachdem sie seinen Lüsten gedient.“ 1899 schrieb es:

 

    „Peters ist der Typus eines renommistischen Scheusals. Seine Schändlichkeiten sind freilich schlimm genug, aber noch nicht so schlimm, wie er sie selbst reklamehaft übertreibt. Er will vor allem der interessante Ueberkerl sein, der frei von jeglichem moralischem Skrupel nur seine große Persönlichkeit auslebt.“

 

– Vorwärts, 2. Februar 1899

 

Unter Afrikanern war einer seiner Spitznamen mkono wa damu („blutige Hand“). Die kolonialkritische Presse Deutschlands verlieh ihm den Beinamen „Hänge-Peters“.

 

Der Historiker Gordon A. Craig charakterisiert ihn 1978 als „eine eigentümliche Mischung aus Marktschreier, Patriot und Judenfresser, der von dem Wunsch beseelt war, es den englischen Erfolgen in der überseeischen Welt gleichzutun“.[13] Sebastian Conrad bescheinigt ihm einen „gleichsam spätfeudalen Habitus“ und ein „Herrenmenschentum“, das er „ohne Rücksicht auf die einheimische Bevölkerung brutal auslebte“.[14]

 

Vor allem zwischen 1935 und 1943 erschienen in Deutschland eine Reihe von Büchern (einschl. eines Theaterstücks), in denen Carl Peters Rolle als ideologischer Vorläufer des Dritten Reichs gefeiert wurde. Eine Veröffentlichung, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügen würde, liegt aus dieser Zeit nicht vor. Die auf acht Bände konzipierte Gesamtausgabe von Peters’ Gesammelten Schriften durch den NS-Parteihistoriker Walter Frank ist nicht vollendet worden.

 

 

1941 wurde ein Propagandafilm „Carl Peters“ gedreht, der nach 1945 lange als Vorbehaltsfilm deklariert war. Die Regie führte Herbert Selpin, Ernst von Salomon war Verfasser des Drehbuchs. Hans Albers, der auch als Produzent auftrat, spielte einen direkten, tatendurstigen Patrioten norddeutschen Zungenschlags. Der Film entfernt sich – basierend auf Peters Erinnerungen – teilweise von historischen Begebenheiten. Nachdem er bei der etablierten Kolonialbewegung mit seinem Tatendrang auf taube Ohren stieß und Erfahrungen in England gesammelt hatte, macht sich Peters auf eigene Rechnung nach Afrika auf. Dort rettet er mit seinen beiden Jugendfreunden einen afrikanischen Stamm vor arabischen Sklavenhändlern und schließt mit diesem und mit weiteren Stämmen „Schutzverträge“ ab. Als Peters Widersacher treten die Engländer und auch der deutsch-jüdischstämmige kaiserliche, hohe Beamte Leo Kayser auf, dessen Bruder Vorwärts-Journalist und Mitglied des Reichstags für die SPD ist. Wilhelm I. und Bismarck hingegen zeigen sich im Film von Peters Leistungen beeindruckt, wenngleich Bismarck dessen rüde Art rügt.

 

Die Hinrichtung zweier Schwarzer durch den Strang wird im Film als Reaktion auf einen von England gelenkten Aufstand dargestellt, dem einer seiner Jugendfreunde zum Opfer fällt; vom tatsächlichen Zusammenhang, dem Verhältnis seiner Geliebten zu seinem Diener, ist im Film nicht die Rede. Am Ende des Films rechtfertigt Peters die ungesetzliche Hinrichtung im Reichstag als notwendige Maßnahme, um weitere Aufständische zu entmutigen. Die Abgeordneten des Reichstags, vor allem der Bruder Kaysers, verlangen jedoch über alle Fraktionsgrenzen hinweg seinen Rücktritt und lehnen überhaupt den Kolonialismus ab, was zu Tumulten unter den Anwesenden führt. Entsprechend der nationalsozialistischen Feindschaft gegenüber demokratischen Institutionen und Verfahren wird ein völlig verzerrtes Bild des Reichstags und des Parlamentarismus gezeichnet. Tatsächlich hat Peters, der weder Mitglied des Parlaments noch der Regierung war, niemals vor dem Reichstag gesprochen, sondern war vom Disziplinarhof für die Schutzgebiete abgeurteilt worden.

Diskussion um Straßenbenennungen

Straßenschild der ehemaligen Carl Peters Straße in Bad Hersfeld

Carl-Peters-Gedenkstein am früheren Karl-Peters-Platz, jetzt Bertha-von-Suttner-Platz in der Hannoverschen Südstadt (2010).

 

Nach Peters wurden in verschiedenen deutschen Städten Plätze und Straßen benannt, meist zur Zeit des Nationalsozialismus. Seit den 1980er Jahren wurden sie allerdings teilweise wegen Peters’ rassistischer Haltung wieder umbenannt, so in Karlsruhe,[15] Hannover,[16] Hildesheim,[17] Albstadt-Ebingen,[18] Köln-Nippes,[19] München,[20] Bietigheim-Bissingen,[21]Mannheim,[22] Korntal,[23] Lüneburg, Soltau, Bonn,[24] Bad Hersfeld[25], Kiel-Neumühlen-Dietrichsdorf[26] und Mülheim an der Ruhr.[27] In manchen Fällen wurde der bisherige Straßenname lediglich durch Zuschreibung zu einer anderen Person mit Namen Peters umgewidmet, so in Siegburg,[28] Berlin-Wedding,[29] Bremen,[30] Neustadt an der Weinstraße[31] und Ludwigshafen am Rhein.[32] Das gleiche Vorgehen wurde in Ludwigsburg kontrovers diskutiert.[33] Der Antrag der CDU-Fraktion auf eine solche Umwidmung der Person Karl Peters wurde am 29. Juli 2015 vom Ludwigsburger Gemeinderat abgelehnt und eine reale Änderung des Straßennamens beschlossen.[34] In Ravensburg gibt es fortgesetzte Debatten.[35] In Kaiserslautern wurde der Straßenname beibehalten. Die Straße wurde aber dem Astronomen gleichen Namens (Carl Friedrich Wilhelm Peters) gewidmet, worauf Zusatzschilder unter dem Straßennamen hinweisen




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