Samstag, 1. Juni 2013

Geldanlage Modelleisenbahnen Trading SelMcKenzie Selzer-McKenzie


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Author D.Selzer-McKenzie

Seltene historische Modellbahnen erfreuen sich bei Sammlern großer Beliebtheit. Besonders die Exemplare der 1930er- und 1940er-Jahre üben

auf die Fans eine Faszinatio     s, die sie sich einiges kosten lassen_

Ob der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen Kurt Biedenkopf und Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking einmal gemeinsam im Keller des Hau¬ses von Bayerns Ministerpräsidenten Seehofer Züge rangiert haben, ist nicht überliefert. Dass die drei aber die gleiche Leidenschaft für das Sammeln von Modelleisenbahnen haben, ist bekannt. „Ich bin ein spontaner Sammler, und wenn ich eine schöne Lokomotive in der Hand halte, dann muss ich sie mir einfach kaufen", verriet zum Beispiel Wiedeking über sein Hobby.

Es ist vielleicht beim einen die Besinnung auf alte Zeiten und beim ande¬ren die Faszination für technische Details, die die dauerhafte Begeisterung

für Eisenbahnmodelle hervorruft. Spannend ist jedenfalls, wie sich an den historischen Miniaturen auch die wirtschaftliche und industrielle Entwicklung eines Landes ablesen lässt.

Die Leidenschaft für Modelleisenbahnen beginnt meist im Kindesalter und lässt einen danach nie wieder los. Das erste Kind der Welt, das dieser Begeisterung verfiel, war wohl 1859 der kaiserliche Prinz Napoleon Eugene Louis Bonaparte. Sein großes Kinderzimmer war der Park von Saint-Cloud, in dem seine Minibahn damals ihre Runden drehte und für Aufmerksamkeit

 

sorgte. Es dauerte allerdings noch ein paar Jahre, bis auch Unternehmer dieses Thema aufgriffen und als Geschäftsmodell entdeckten. Zu den Visionären die¬ser neuen Branche gehörte zum Beispiel der Nürnber¬ger Spielwarenhersteller Bing, der 1886 als Erster eine vollständige Zuggarnitur mit Gleisen anbot. Ein Jahr später legte bereits die Firma Schönner aus Nürnberg nach und stellte eine dampfbetriebene Modellok vor. Doch ein schwäbisches Unternehmen übertraf diese ersten Bemühungen bei Weitem.

Anfang der 1990er-Jahre des 19. Jahrhunderts stieg die Firma Märklin mit ihrer ersten Lok „Storchen-bein" in den Bau von Modelleisenbahnen ein. Das Unternehmen erkannte die Zeichen der Zeit, als sich Deutschland rasant in eine Industrienation verwandelte und dass die Veränderungen, die diese Zeitenwende mit sich brachte, auch in den Kinderzimmern nicht haltmachen würde. Mit Qualität und Detailgenauigkeit wurden die Modellzüge und Gleise von Märklin inner¬halb kürzester Zeit zum gefragtesten Weihnachtsge¬schenk für den Nachwuchs im boomenden Deut¬schen Reich. Ein besonderer kommerzieller Erfolg auf diesem Weg war die Erfindung der Einzelgleise — zu

 

jedem sich bietenden Anlass konnten Eltern nun ihrem Kind ein neues Gleisteil zum Ausbau der Minia-turwelt schenken. Märklin band so die Kunden oft über Generationen an sich.

Auch international gewannen die Miniaturzüge von Märklin mehr und mehr Marktanteile. Während des Ersten Weltkrieges und der Nachkriegszeit muss¬te die Firma allerdings Rückschläge in England und Frankreich verkraften und konzentrierte sich in dieser Zeit zunehmend auf den deutschen Markt. Ein Ver-kaufsschlager war damals beispielsweise die preußi-sche Dampflokomotive P 8 oder die imposante 3102. Konkurrenz bekam Märklin durch die Heilbronner Firma Fleischmann, die ab 1938 ebenfalls Modellzüge in ihrem Angebot hatte.

Einen wahren Boom erlebte die Branche dann in den 1970er- und 1980er-Jahren. Händler bekommen noch heute glänzende Augen, wenn sie von den Umsätzen in diesen Jahrzehnten sprechen. Ganz anders stellt sich die jetzige Marktsituation dar. Waren die kleinen Züge früher praktisch allgegenwärtiger Bestandteil der Kinderwelt, stehen sie heute auf dem Abstellgleis. Ver-drängt von Spielekonsolen und Hightechspielzeug. „In

 

 

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