Mittwoch, 17. November 2010

Dividenden ernten Trading SelMcKenzie Selzer-McKenzie

Dividenden ernten Trading SelMcKenzie Selzer-McKenzie
Author D.Selzer-McKenzie
Video http://www.youtube.com/watch?v=xphphwM1WPo

Die historisch tiefen Zinsen und das anhaltend schwierige Marktumfeld lassen Anleger nach Alternativen Ausschau halten. Fündig werden sie bei Dividendentiteln
Das Investitionsumfeld ist für Anleger derzeit besonders schwierig. Die Staaten sind damit beschäftigt, dem weiteren Anwachsen ihrer hohen Schuldenberge mit Sparmaßnahmen Einhalt zu gebieten und die Folgen der Finanzkrise auf die Wirtschaft einzugrenzen. Zudem schwebt das Damoklesschwert eines möglichen Double-Dips, also eines Rückfalls in die Rezession, über den Märkten. Bislang ist unklar, ob und wie stark sich die Konjunktur noch einmal eintrüben wird. Angesichts dieser unsicheren konjunkturellen Situation ist die Risikoaversion wieder deutlich
gestiegen. Zudem haben sich die Renditeeigenschaften der meisten Anlageklassen stark verändert. Besonders gravierend waren der Zerfall des weltweiten Zinsniveaus und die sinkenden Ertragszahlungen von Staatsanleihen. Bei einer zehnjährigen Bundesanleihe liegt die Rendite derzeit bei ungefähr 2,40 %, bei einer zehnjährigen schweizerischen Staatsanleihe sogar nur bei rund 1,30 %. Für sicherheitsbewusste Anleger sind also magere Zeiten angebrochen. Auch in Europa und den USA gibt es kaum Alternativen, denn die Zentralbanken dürften die Leitzinsen auf absehbare Zeit auf einem sehr niedrigen Niveau belassen.
Ein möglicher Ausweg aus dem Dilemma der Anleger, eine attraktive Rendite zu erzielen und dabei Risiken einzugehen, die diesen Renditechancen gegenüber angemessen sind, bietet sich über Dividendenaktien. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg haben momentan 68 der 500 US-Konzerne im S&P 500° eine Dividenden¬rendite, die höher ist als der durchschnittliche Zins im Markt für amerikanische Staatsanleihen. Ebenso scheint die erwartete Dividendenrendite im Schweizer Aktienmarkt von über 3 % sehr attraktiv sowie diejenige im DA)C von 2,94 %. Die Dividendenrendite ergibt sich aus der Relation der jährlichen Ausschüttung zum Aktienkurs. Ein tieferer Aktienkurs bei einer gleich bleibenden Dividende bedeutet eine höhere Rendite.

Die Idee der Dividendenstrategie ist alt und bewährt. Bereits 1991 hat der amerika¬nische Vermögensverwalter Michael O'Higgins seine Dividendenstrategie »Dogs of the Dow« entwickelt. In der amerikanischen Umgangssprache werden minderwertige Dinge als »Dogs« bezeichnet. Auf die Börsen bezogen sind dies Titel mit einer
schlechten Kursentwicklung. Das Ziel der Strategie ist, eine bessere Rendite als der Gesamtmarkt zu erzielen. Dazu sucht der Anleger einmal im Jahr kursmäßig zurückgebliebene Titel mit hoher Dividendenrendite aus dem Dow-Jones-Index aus. Diese behält er dann für ein Jahr. Danach beginnt das Spiel wieder von vorne. Die Idee dahinter ist, dass Aktien mit höherer Dividendenrendite überverkauft sowie unterbewertet sind. Im folgenden Jahr sollten sich die Titel daher besser als der Index entwickeln. Vorreiter der Dividendenstrategien ist das sogenannte »Value Investing«. Dabei ist die Substanz des Unternehmens entscheidend. Besonders Unternehmen, die eine nachhaltige Dividende zahlen, zeichnen sich in der Regel durch ein substanzielles Geschäftsmodell aus, welches wiederum die Dividende ermöglicht.
Stabilität im Depot
Nicht allein die tiefen Anleihenzinsen machen Aktien mit hohen Dividenden attraktiv. Natürlich können die Titel nicht mit enormen Wachstumsraten überzeugen, aber die Dividenden gelten als ein Zeichen der Stärke. So sind die Ausschüttungen deutlich nachhaltiger als Kursgewinne, die von der Performance der Aktienmärkte abhängen. Denn besonders in volatilen Marktphasen machen »Buy and hold«- Strategien weniger Sinn. Darüber hinaus haben Dividendentitel zumeist einen
defensiveren, qualitativ hochwertigen Charakter und zeichnen sich durch eine geringe Volatilität aus. Zusammenfassend können sie dem Portfolio Halt und Stabilität verleihen
Auch der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Dividendenstrategien durchaus sehr lukrativ sein können. In den vergangenen fünf Jahren stieg der DAX° um 23 %. Anders als beim SMI® werden beim deutschen Leitindex die Dividenden
aus den im Index enthaltenen Titeln reinvestiert. Das Plus über die vergangenen fünf Jahre beträgt ohne Dividenden jedoch nur magere 5 %. Zwischen 2005 und Ende 2009 stieg der SMI® um 14 %. Da der SMI® ein Preisindex ist, werden Dividenden nicht berücksichtigt. Würde man zur Performance des Schweizer Leitindex auch
die Dividenden dazurechnen, so beliefe sich das Plus auf 28%. Aber auch seit Jahresbeginn liegt der SMI® mit einem Minus von knapp 4% im Vergleich zum Index inklusive Dividenden mit einem Verlust von 1% zurück.
Die drei größten Dividendentitel im DAX®, die Deutsche Telekom und die beiden Energiekonzerne RWE und E.ON, verzeichneten über die letzten drei Jahre eine beachtliche durchschnittliche Dividendenrendite. Bei der Deutschen Telekom liegt diese bei 6,83 %, bei RWE und E.ON ist die durchschnittliche Dividendenrendite mit 6,47 % beziehungsweise 6,05 % leicht tiefer.

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Die Auswahl ist entscheidend
Für die Auswahl der Dividendentitel sind verschiedene Kriterien entscheidend. Oftmals lassen sich Anleger nämlich von den hohen Dividendenzahlungen der Vergangenheit blenden. Erfolge früherer Jahre müssen aber nicht zwingend für die Zukunft gelten. Daher sollte auch die Höhe der zukünftig zu erwartenden Dividenden¬rendite mitberücksichtigt werden. Darüber hinaus sollte das Unternehmen über eine solide Bilanz und eine stabile Gewinn- und Cashflow-Entwicklung verfügen. Die Dividenden könnten in den nächsten Jahren auch noch weiter steigen, denn die Firmen sind bei Aktienrückkäufen und Übernahmen zurückhaltend und verfügen über hohe Cash-Bestände. Wichtig ist für die weitere Entwicklung aber auch das Konjunkturwachstum der nächsten Jahre.
Starke und stabile Erträge bieten vor allem weniger zyklische Wirtschaftszweige wie Versorger, Telekommunikation und Pharma. Weniger geeignet sind Werte aus den zyklischen Branchen, deren Gewinne stark schwanken, wie beispielsweise Industrie¬titel oder Rohstoffaktien.
Von künftigen Dividenden profitieren
Mit dem Index-Zertifikat auf den Euro Stoxx° Select Dividend 30 (Total Return) partizipiert der Anleger an der Kursentwicklung des Basiswertes. Das Index-Zertifikat setzt dabei auf den Performance-Index, welcher die Dividendenausschüttung in den Index reinvestiert. Vontobel berechnet dabei eine jährliche Managementgebühr von 0,30%. Durch eine Vielzahl von Einzelwerten, welche im Index zusammen¬gefasst sind, trägt dieses Zertifikat auch dem Kriterium der Diversifikation Rechnung

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