Samstag, 6. November 2010

Pyramide Trading SelMcKenzie Selzer-McKenzie

Pyramide Trading SelMcKenzie Selzer-McKenzie
Author D.Selzer-McKenzie
Video:
http://www.youtube.com/watch?v=sduky6d1Ycs

In den meisten Trading-Artikeln wird über Handelssignale zur allgemeinen Positionseröffnung und -schließung gesprochen. Neben dem einfachen Ein- und Ausstieg in jeweils gleicher Größe gibt es auch die Möglichkeit, die Positionsgröße stufenweise zu variieren. Professionelle Trader nutzen vor allem die Methode der Pyramidisierung von Positionen, um ihre Performance deutlich zu steigern. Im vorlie¬genden Artikel steigen wir in das Thema ein.

Das Grundprinzip
Beim einfachen Positionsaufbau wird ein Trade mit einer bestimmten Stückzahl von Produkten — in unserem Bei¬spiel Hebelzertifikaten — eröffnet. Im Anschluss bleibt die Stückzahl während des Trades konstant und die Po¬sitionsgröße schwankt nur mit der Kursentwicklung der Wertpapiere. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt eine einfache Positionsschließung durch Verkauf der gesam¬ten Position in einem Zug.
Bei der Pyramidisierung erfolgt der Positionsaufbau dagegen in mehreren Schritten. Die initiale Position wird vergrößert, wenn es zu weiteren Einstiegssignalen in Trade-Richtung kommt oder sich das Chance-Risiko-Ver¬hältnis besonders attraktiv gestaltet. Wichtig ist dabei, dass der Basistrend und das Grundszenario des Trades weiterhin intakt sind.
Wo liegt linteu
Nun stellt sich die Frage, wo denn der technische Unter-schied zum normalen Positionsaufbau liegt. Bereits das Wort „Pyramide" selbst gibt einen Hinweis darauf: Der Positionsaufbau erfolgt degressiv. Jede Positionsver-größerung ist kleiner als die vorherige. Ein oft genutzter Faktor zur Degression ist 0,5. Das bedeutet, dass bei

einer initialen Positionsgröße von 2 000 Euro der erste Zukauf ein Volumen von 1000, der zweite von 500 und der dritte von 250 Euro hat. Der jeweilige Hebel sollte in etwa gleich hoch sein.
Anzahl an Stufen
Der dreimalige Ausbau der Position sollte zudem das Ma¬ximum darstellen. Oftmals genügt bereits eine einzige Positionsvergrößerung, da der Einfluss der Zukäufe auf die Gesamtposition je nach Degressionsfaktor schnell abnimmt. Beim genannten Beispiel sollte also genau überlegt werden, ob die dritte Stufe mit einer zusätzli¬chen Position im Volumen von 250 Euro angesichts an¬fallender Transaktionskosten überhaupt sinnvoll ist. Bei einem niedrigeren Degressionsfaktor von 20 Prozent könnte das eher der Fall sein, da hier die dritte Pyrami¬denstufe umgerechnet noch rund 1000 Euro entspricht.
,de vs. ehme Pyra,-
In einigen Büchern werden auch zunehmende (inverse) Pyramiden erwähnt. Hier gibt es einen Expansionsfaktor — die Pyramidenstufen werden also immer größer. Aus¬gehend von 2000 Euro würden die weiteren Stufen bei einem Faktor von 1,2 also 2400, 2880 und 3456 Euro betragen. Aufgrund des exponentiellen Wachstums der
Positionsgröße ist dieser Ansatz für die Praxis allerdings ungeeignet, da schnell kritische Risikolimits überschrit¬ten werden.
Beispiel
In der Grafik oben ist ein Beispiel für degressives Pyra-midisieren zu sehen. In diesem Beispiel wird der initiale Long-Trade durch den Ausbruch über das vorherige Zwi¬schentief in Verbindung mit Kursnotierungen über der 30-Tage-Linie initiiert. Es werden Hebelzertifikate im Volumen von 2 000 Euro gekauft. Der Knock-out bezie¬hungsweise Stopp-Loss liegt am letzten Tief der Bewe¬gung bei rund 10,80 Euro.
Berührt nun der Kurs die 30-Tage-Linie, kann von ei¬ner vorübergehenden Korrektur im Sinne einer Zukauf¬

gelegenheit ausgegangen werden. Denn solange die jeweils aufeinanderfolgenden Zwischentiefs steigend verlaufen, ist das Long-Basisszenario weiterhin intakt. Damit bietet sich eine Pyramidisierung an, wobei die zusätzliche Positionsgröße immer weiter abnimmt. Es werden Zertifikate im Volumen von 1 000 Euro beim ers¬ten und im Volumen von 500 Euro beim zweiten Zukauf erworben. Der Stopp für die Gesamtposition liegt nun entsprechend am letzten Tief bei 14 Euro.

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