Dienstag, 24. März 2009

Fledermaus Sackflügel-Fledermaus



Sackflügelfledermäuse
Author Selzer-McKenzie
Die Filmbilder hat der Author in Nicagaruga gedreht
Die Sackflügel- oder Zweistreifenfledermäuse (Saccopteryx) sind eine in Amerika lebende Gattung der Glattnasen-Freischwänze (Emballonuridae).
Die Gattung Saccopteryx beinhaltet vier Arten, die von Südmexiko bis Südostbrasilien vorkommen. Namensgebend für diese Gattung ist eine sackförmige Einstülpung in der Vorderflughaut (Antebrachium) der Männchen (saccus: lat. der Sack; pteron: gr. der Flügel). Weibchen besitzen nur ein Rudiment dieser Tasche. Der Artname von Saccopteryx bilineata bezieht sich auf zwei Streifen im Rückenfell, die jedoch auch die drei anderen Arten der Gattung Saccopteryx tragen.
Fledermäuse der Gattung Saccopteryx verbringen den Tag an relativ gut beleuchteten Stellen zum Beispiel an den Öffnungen von Baumhöhlen, in den Nischen zwischen Brettwurzeln, in Einbuchtungen von Baumstämmen oder aber auch an menschlichen Bauwerken. Sie hängen dabei in der Regel nicht von der Decke, sondern an vertikalen Strukturen. Die Individuen einer Kolonie halten einen Mindestabstand von einigen Zentimetern zueinander aufrecht.
Die meisten Verhaltensbeobachtungen wurden an Saccopteryx bilineata durchgeführt. Die Tasche der Männchen beinhaltet eine duftende Flüssigkeit, die von den Männchen im Schwirrflug den Weibchen zugefächelt wird (Bradbury & Emmons 1974). Histologische Untersuchungen ergaben, dass das Taschenepithel keine Drüsenzellen besitzen (Stark 1958, Scully et al. 2000).In den Nachmittagsstunden füllen die Männchen Sekrete aus verschiedenen Körperregionen in die Taschen (Speichel, Urin, Sekret der Gulardrüse und einer Genitaldrüse). Der Duft der Taschen wird im Anschluss den Weibchen zugefächelt (Bradbury & Emmons 1974, Voigt & von Helversen 1999, Voigt 2002). Zusätzlich zur Balz im Schwirrflug, äußern die Männchen auch Gesänge, mit denen sie Weibchen anlocken (Behr & von Helverse
Bisher sind nur die Paarungssystem von Saccopteryx bilineata und leptura beschrieben. Laut Bradbury & Vehrencamp (1976, 1977) hat Saccopteryx leptura ein monogames Paarungssystem, bei dem in der Regel ein Männchen mit einem Weibchen im Tagesquartier zusammenhängt. Die Kolonien von Saccopteryx bilineata können mehrere Dutzend Individuen zählen (Bradbury & Emmons 1974). Die soziale Untereinheit besteht aus einem adulten territorialen Männchen und mehreren Weibchen. In der Vergangenheit wurden derartige Paarungssysteme als harem-polygyn beschrieben (Bradbury & Vehrencamp 1976, 1977). Molekulargenetische Analysen erbrachten, dass die territorialen Harem-Männchen die Weibchen ihrer Gruppe nicht monopolisieren können (Heckel et al. 1999). Dennoch zeugen Harem-Männchen mehr Nachkommen als solche, die keine Weibchengruppe verteidigen (Heckel & von Helversen 2002). Die Anzahl der Nachkommen eines Harem-Männchens nimmt mit der Haremgröße zu (Heckel & von Helversen 2002). Da Männchen, die keine Weibchengruppe verteidigen, ebenfalls Nachkommen zeugen, wird vermutet, dass die Weibchenwahl (engl. female choice) in diesem Paarungssystem von Bedeutung ist. Männchen interagieren nur selten mit den territorialen Männchen. Experimente in einer Kolonie von Sackflügelfledermäusen erbrachten, dass Männchen ohne Weibchengruppe in Schlange stehen, um den Platz eines Harem-Männchens einzunehmen, falls dieses fehlen sollte (Voigt & Streich 2003). Da es nur wenige direkte Männchen-Männchen-Interaktionen gibt und Flugmanöver sowohl bei der territorialen Verteidigung als auch der Balz von Bedeutung sind, haben kleine Männchen vermutlich einen selektiven Vorte

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